Alarmübung: Massenunfall

Das gestellte Szenario: Ein Massenunfall auf der Südumgehung.

Das gestellte Szenario: Ein Massenunfall auf der Südumgehung.

Feuerwehr Lemgo und der Bevölkerungsschutz des Kreises mit 120 Einsatzkräften proben Ernstfall auf der Südumgehung –

Lemgo. Ein Massenunfall auf der Südumgehung: Rund 120 Personen waren am Samstagmorgen im Einsatz, um den Ernstfall auch in Ferienzeiten zu proben. Die Übung konnte nach Ansicht des Leiters der Lemgoer Feuerwehr, Stadtbrandinspektor Klaus Wegener, positiv abgeschlossen werden.
Fünf Herausforderungen galt es zu bewältigen: ein brennendes Auto, ein PKW in Dachlage, ein PKW mit Personen unter dem Fahrzeug, eine Rettung von Personen aus einer Hanglage und dazu die große Anzahl von Verletzten. Diese Szene bot sich den Einsatzkräften der Feuerwehr Lemgo, als sie am frühen Samstagmorgen zur Alarmübung auf der B66n eintrafen. Fast 120 Personen waren an der Übung beteiligt, mit der die Mannschaftsstärke der Feuerwehr unter Berücksichtigung der Ferienzeit getestet werden sollte. Verantwortlich zeichneten die Feuerwehr Lemgo, der Bevölkerungsschutz des Kreises Lippe und die Polizei Lemgo. Die Übungsleitung lag bei Friedhelm Plöger vom Kreis Lippe und Klaus Wegener. Beobachtet wurde die Übung auch von Kreisbrandmeister Karl-Heinz Brakemeier und Bürgermeister Dr. Reiner Austermann.
Um 04:57 Uhr wurde der Alarm ausgelöst. Der Einsatzort lag auf der B66n zwischen der Auffahrt Wahmbeck und der Kreuzung mit der B238 sowie auf einem Wirtschaftsweg unterhalb der Südumgehung. Dort warteten 15 Verletzte, teils von Mitgliedern der Feuerwehr Möllenbeck (Niedersachsen) gemimt und teils durch Puppen dargestellt, mit zum Teil schweren Verletzungen, in vier PKW, einer davon brennend und einer in Dachlage.
Den beteiligten Einsatzkräften der Lemgoer Feuerwehr, des Bevölkerungsschutzes Lippe, der Feuerwehr Bad Salzuflen, der technischen Einsatzgruppen der THW-Ortsverbände Lemgo und Detmold, der Feuerwehr Detmold, der Hilfsdienste der Johanniter, Malteser und des Deutschen Roten Kreuzes war der Übungseinsatz vorab nicht bekannt. Die Schwierigkeit für die Einsatzkräfte lag dabei vor allem in der großen Anzahl von Verletzten. Auch die Auslösung der Stufe 2 „Massenanfall von Verletzten“ und die Umsetzung der Kommunikationswege als interkommunale Aufgabe unter realen Bedingungen waren besondere Herausforderungen. Kurz vor 7 Uhr war der Einsatz abgeschlossen.
Zwar werden die Ergebnisse auf der Führungsebene der Feuerwehr und des Rettungsdienstes des Kreises Lippe noch genauer analysiert werden, doch der Leiter der Lemgoer Feuerwehr Klaus Wegener konnte sich nach dem Abschluss der Übung schon lobend und zufrieden äußern: „Besonders gut gelaufen sind die Verletztenbetreuung und die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Beteiligten von Feuerwehren, Rettungsdiensten und den leitenden Notärzten. Tiefer analysieren werden wir im Nachgang noch Schwierigkeiten von Anfahrten in unbekanntem Terrain.“
Zur Einstimmung auf das wohlverdiente Wochenende gab es am Ende für alle Übungsteilnehmer noch ein gemeinsames Frühstück am Feuerwehr-Ausbildungs-Zentrum in Brake.