„Ein Punkt für die Moral!“

Kann Lemgos Zalem Özmen am Sonntag im Spiel gegen Canlar einen Einsatz fliegen? Sein Mitwirken ist fraglich. Özmen verletzte sich im Spiel in Dornberg früh.

Bielefeld/Dornberg (ruko). „Dieses 1:1 war ein Punkt für die Moral“, so Lemgos Spielertrainer Ilker Siviloglu nach dem 1:1 beim TuS Dornberg, war sein Team doch stark ersatzgeschwächt zum TuS gereist.

Siviloglu musste auf Zalem Özmen, Karwan Derwisch, Keeper Heiko Lange, Dennis Dinkelborg und auf den gelbgesperrten Ali Celik verzichten. Nach 25 Minuten musste dann auch Öztürk verletzungsbedingt passen. Für ihn kam der A-Jugendliche Milan Radovanovic ins Spiel. Viel Glück hatte der TBV in Hälfte eins. Dornberg drosch das Leder gleich zweimal an den Pfosten. Verlassen konnte sich der TBV auf Keeper Jan Rösener, der einige gute Möglichkeiten der Gastgeber zunichte machte. Lemgo kam durch Topalca zu einer Chance, der den Dornberger Keeper mit einem Fernschuss auf die Probe stellte.

Richtig viel tat sich zunächst auf beiden Seiten in Hälfte zwei nicht. Sieben Minuten vor Spielende schien ein Treffer von Christoph Stoll, der nach einem Freistoß aus abseitsverdächtiger Position zum 1:0 für den TuS einköpfte, diese Partie zu entscheiden. Lemgo gab aber nicht auf, drängte bis zur letzten Sekunde auf den Ausgleich und wurde dafür belohnt. Eine Kopfballvorlage von Abou nutzte Topalca zum 1:1-Ausgleich. „Das haben meine Jungs heute toll gemacht. Die Einstellung stimmte und wenn das hoffentlich endlich so bleibt, dann können wir gegen jeden Gegner in der Liga mithalten“, hofft Siviloglu auf bessere Zeiten beim TBV.

 

Pokalaus ärgert Siviloglu

 

Ärgern tut sich der TBV-Trainer immer noch über die erlittene 1:2-Heimniederlage im Viertelfinale des Lemgoer Kreispokals unter der Woche im Spiel gegen die SG Hörstmar-Lieme: „Diese Niederlage schmerzt, war meiner Meinung nach unverdient, weil wir das bessere Team gestellt haben, zeitweise tollen Fußball geboten haben. Die SG kam zweimal vors Tor, hat diese Möglichkeiten dann aber genutzt“.

 

 

Der nächste Spieltag:

„Sieg ist Pflicht!“

 

Nachdem die Lemgoer in den vergangenen fünf Spielen sieglos blieben, sollen jetzt, am kommenden Sonntag, unbedingt wieder drei Punkt her, damit der TBV nicht noch weiter in den Tabellenkeller abdriftet. Mit dem Tabellendreizenten SuK Canlar Bielefeld sollte eigentlich eine lösbare Aufgabe auf die Hansestädte warten, doch SuK scheint unberechenbar zu sein, was deren 3:2-Überraschungserfolg am vergangenen Spieltag daheim gegen dem Meisterschaftsmitfavoriten Spvg. Steinhagen unterstreichen dürfte. „Sicherlich, wir sind gewarnt, doch ein Sieg muss am Sonntag einfach her, das ist Pflicht“, so die glasklare Ansage von TBV-Trainer Ilker Siviloglu, der hofft, dass seine Jungs endlich die Kurve, was deren Einstellung über 90 Minuten betrifft, gekratzt haben. Siviloglu muss am Sonntag weiter auf den rotgesperrten Derwisch verzichten. Auch Leonard Beer (Hand) wird ausfallen. Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Dinkelborg, Öztürk und Keeper Heiko Langer. Mit dabei wieder Ali Celik, der seine Gelbsperren abgesessen hat.

Der insider-Tipp: Beide Teams wollen den Tabellenkeller entfliehen. Es darf ein Kampfspiel erwartet werden, in dem der TBV von Minute eins dagegen halten muss. Gelingt dies, werden die Siviloglu-Mannen am Sonntag punkten.