„Es gibt Tage da passt gar nichts!“

Gleich zwei Spiele, Donnerstag im Pokal gegen Entrup und am Sonntag in Sende, hat Asemissens Coach Matthias Düding auf seinem Plan in seinem Handy.

Gleich zwei Spiele, Donnerstag im Pokal gegen Entrup und am Sonntag in Sende, hat Asemissens Coach Matthias Düding auf seinem Plan in seinem Handy.

Asemissen. (VaSt.). Nach einer turbulenten Partie in der zwei Spieler des FC Türksport Rot und einer Gelb-Roten sahen, konnte der TuS Asemissen nur ein 1:1-Remis erringen. Im gesamten Spielverlauf zückte der Schiedsrichter insgesamt achtmal Gelb, zweimal Rot und einmal Gelbrot. Eine eindrucksvolle Bilanz, zumal das Spiel als weitestgehend fair wahrgenommen wurde.

Es war an sich keine aufregende oder sogar schöne Partie, die am Sonntag in Asemissen stattfand. Nach zehn Minuten schoß Andre Patrick Njoh-Ngemhe den FC Türksport mit 1:0 in Führung. In der 25. Minute begann der Kartenreigen noch bevor Andreas Maier in der 32. Minute per Kopf den 1:1-Ausgleich für die Asemissener erzielen konnte und damit bereits den Pausenstand markierte. Von da an drehte sich der Kern der Aufmerksamkeit um die Leistung des Unparteiischen. Dieser verwies im Laufe der Partie gleich drei Spieler des FC Türksport des Feldes, so dass sich Asemissen zuletzt nur noch acht Gegenspielern gegenüber sah. Geholfen hat die Überzahl dem TuS aber nicht und es blieb auch nach Ablauf der zweiten Hälfte beim 1:1.

Besonders bitter für den TuS ist es zudem, dass Torschütze Andreas Maier einen Elfmeter in der zweiten Halbzeit gleich zweimal verschoss. So wurde der erste Versuch zwar abgepfiffen aber auch im zweiten Anlauf patzte Maier. „Es gibt so Tage, an denen passt gar nichts. Das einzige was am Sonntag gepasst hat, war das Umfeld und das Wetter. Das Spiel hatte mit Bezirksligafußball nichts zu tun. Von beiden Mannschaften nicht.“, findet Asemissens Co-Trainer Jens Böttcher deutlich Worte zu der sportlichen Leistung in dieser außergewöhnlichen Partie. „Türksport war irgendwann total gefrustet und das kann ich auch nachvollziehen. Trotzdem stellen sie eine absolut faire Mannschaft. Da hatten wir schon viele andere Gegner, die sich wesentlich unfairer verhalten haben“, lobt Böttcher das Verhalten des Gegners in Anbetracht der sehr umstrittenen Schiedsrichterleistung.

Der nächste Spieltag:

„Eine verdammt

schwere Aufgabe!“

Am kommenden Sonntag müssen die Asemissener zum SW Sende. Sende hatte zuvor sehr schwere Gegner auf der Agenda. Gegen den TBV Lemgo verlor der SW nur knapp mit 2:3. Gegen den Post TSV Detmold konnte Sende nun auch den ersten Punkt verbuchen. „Das wird eine verdammt schwere Aufgabe. Die Ergebnisse haben auch gezeigt, dass Sende eine gute Truppe ist. Da werden wir richtig gefordert werden“, gibt Asemissens Co-Trainer Jens Böttcher einen Ausblick auf den nächsten Spieltag. Unterschätzen wird man den SW Sende also am Sonntag nicht. Personell kann Böttcher sich bisher nicht äußern, da auch für den TuS noch ein Kreispokalspiel am Donnerstag ansteht. Im Pokal triffen die Asemisser auf den FC Union Entrup.

Der insider Tipp: Nach der chaotischen Partie vom Sonntag hat der TuS eine anstrengende Woche vor sich. Am Donnerstag steht das Pokalspiel an und am Sonntag geht es nach Sende. Dort wird der Aufsteiger, der bisher eine sehr solide Leistung in dieser Saison gezeigt hat, auf einen Gegner auf Augenhöhe stoßen, der nach zahlreichen schweren Spielen jetzt Boden gut machen will. Dennoch ist Asemissen der Favorit in dieser Partie und hat gute Chancen den zweiten Saisonsieg einzufahren.