Rat lehnt Unterstützung für SC Paderborn ab

Der Paderborner Rat lehnte in seiner Sitzung am Donnerstabend eine finanzielle Unterstützung des SC Paderborn mit großer Mehrheit ab.

Der Paderborner Rat lehnte in seiner Sitzung am Donnerstabend eine finanzielle Unterstützung des SC Paderborn mit großer Mehrheit ab.

Profisport nicht mit Steuergeld finanzieren – Nur fünf Ratsmitglieder sprachen sich dafür aus, dem angeschlagenen Club unter die Arme zu greifen –

Paderborn. Der Rat der Stadt Paderborn hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend mit großer Mehrheit eine finanzielle Unterstützung des ehemaligen Fußball-Drittligisten SC Paderborn abgelehnt. Nach einer intensiven Diskussion sprachen sich lediglich fünf Ratsmitglieder dafür aus, dem finanziell angeschlagenen Club unter die Arme zu greifen. Hauptargument für diesen Beschluss war, dass Profisport nicht direkt mit Steuergeldern finanziert werden dürfe.
Der Stadt Paderborn lag ein gemeinsamer Antrag des SC Paderborn und der Paderborner Stadiongesellschaft (PSG) vor. Von insgesamt 11 darin enthaltenen Punkten zur finanziellen Unterstützung des Vereins erschienen der Verwaltung nach intensiver Erörterung lediglich zwei Anträge realisierbar, die Bürgermeister Michael Dreier im Rat zur Diskussion stellte.
Zum einen war dies eine Stundung von Tilgungsleistungen in Höhe von 49.600 Euro jährlich für ein Darlehen zum Bau des Stadions, das die Stadt der PSG gewährt hatte. Zum anderen ging es um eine Stundung des Pachtzinses für die zwei Profifußballfelder im Trainings- und Nachwuchsleistungszentrum in Höhe von etwa 138.000 Euro jährlich.
Es stehe außer Frage, dass sich der Verein große Verdienste um die Stadt Paderborn erworben habe und durch den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga zu einem Aushängeschild der Stadt und der Region geworden sei, betonte Bürgermeister Michael Dreier. Er erinnerte an den städtischen Zuschuss für den Bau des Stadions in Höhe von 3,4 Millionen Euro sowie die Gewährung eines Darlehns von 2,5 Millionen Euro. In den Ausbau der Infrastruktur rund um das Stadion habe die Stadt weitere Millionen investiert. Vier Millionen Euro seien seitens der Stadt für das Nachwuchsleistungszentrum aufgewendet worden, wobei zwei Millionen Euro durch die Pacht für die Profiplätze in den nächsten 20 Jahren an die Stadt zurückfließen werden. Damit habe die Stadt Paderborn maßgeblich dazu beigetragen, dass der Verein insgesamt über hervorragende Bedingungen verfüge.