Auf Entdeckungstour durch den Wald

Justin, Julia und Paul aus der Grundschule Reelkirchen (vorn) stapeln gemeinsam mit (hinten, v. l.) Dietmar Blum (Förster beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW und Organisator der Waldjugendspiele), Hans-Ulrich Braun (Leiter der Forstabteilung des Landesverbandes Lippe), Anke Peithmann (Verbandsvorsteherin des Landesverbandes Lippe), Franz Stockmann (Leiter des Regionalforstamtes Ostwestfalen-Lippe), Petra Herbst (Lehrerin an der Grundschule Reelkirchen) und Axel Rüter (Forstrevierleiter Extertal) Holzstämme.

Justin, Julia und Paul aus der Grundschule Reelkirchen (vorn) stapeln gemeinsam mit (hinten, v. l.) Dietmar Blum (Förster beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW und Organisator der Waldjugendspiele), Hans-Ulrich Braun (Leiter der Forstabteilung des Landesverbandes Lippe), Anke Peithmann (Verbandsvorsteherin des Landesverbandes Lippe), Franz Stockmann (Leiter des Regionalforstamtes Ostwestfalen-Lippe), Petra Herbst (Lehrerin an der Grundschule Reelkirchen) und Axel Rüter (Forstrevierleiter Extertal) Holzstämme.

Anke Peithmann (Verbandsvorsteherin des Landesverbandes Lippe) und Franz Stockmann (Leiter des Regionalforstamtes Ostwestfalen- Lippe) eröffnen Waldjugendspiele 2017 im Leistruper Wald –

Lippe. Die beiden Forstverwaltungen haben alle Grundschulen im Kreis Lippe eingeladen, mit ihren Schülerinnen und Schülern auf spannende Exkursion durch das Waldgebiet bei Detmold zu gehen. Fragen rund ums Wetter und Klima beschäftigen derzeit viele Menschen: Der Sommer in Nordrhein-Westfalen war nass und unbeständig. In Südosteuropa herrschten dagegen Dürreperioden, die zu Waldbränden führten. Und in Mittelamerika und an der Südküste der USA toben tropische Wirbelstürme.
Umweltbildung ist mehr denn je gefragt. Der Landesbetrieb Wald und Holz und die Forstabteilung des Landesverbandes Lippe leisten Umweltbildung seit vielen Jahren: mit ihren Waldjugendspielen. „Intakte, artenreicher Wälder sind von herausragender Bedeutung für unser Klima und für den Klimaschutz. Es ist deshalb sehr wichtig, dass wir den nachwachsenden Generationen die Erlebniswelt Wald näher bringen und ihnen z. B. die Zusammenhänge zwischen Wald, Wetter und Klima erläutern“, nennt Stockmann ein Motiv für die Waldjugendspiele. So sind Wälder Klimaregulatoren: Sie gleichen Temperaturen aus, sind Wasserspeicher und filtern die Luft. „Zudem speichern Wälder Kohlendioxid und tragen zur Verringerung der Treibhausgaskonzentration in unserer Atmosphäre bei“, so Stockmann.
„Wälder sind aber auch Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere, für Insekten und Pilze. Sie liefern nachwachsense Rohstoffe. Und es macht einfach Spaß, durch Wälder zu toben und sie näher kennenzulernen. All das vermitteln wir den Grundschülerinnen und Grundschülern während der Waldjugendspiele“, ergänzt Peithmann.
Nicht zuletzt schult das eintägige Abenteuer im Wald Sinne, Motorik und Orientierungsvermögen der Kinder: Sie tasten sich z. B. mit verbundenen Augen durch Bäume, stapeln Holz und messen den Durchmesser eines Baumstammes genau nach. Außerdem bestimmen sie Baumarten, lernen Wildtiere kennen und erfahren, warum im Wald kein Müll liegen bleiben sollte. Schließlich bauen sie auch einen Holzstuhl aus seinen Einzelteilen zusammen. „Mit den Waldjugendspielen sprechen wir alle Sinne der Kinder an: Riechen, tasten, hören – all das ist erlaubt und erwünscht – und hilft ihnen, den Natur- und Lebensraum Wald auf sinnliche und spielerische Weise kennenzulernen“, betont Stockmann. „Denn nur was wir aus eigener Erfahrung kennen, können wir wertschätzen und beschützen“, ergänzt Peithmann. Beide erhoffen sich auch, den Kindern vermitteln zu können, welche Rolle die nachhaltige Forstwirtschaft spielt: „Kinder sollten frühzeitig mit dem Wald und der nachhaltigen Waldnutzung vertraut gemacht werden. Nur so können sie Verständnis entwickeln – Verständnis für das Ökosystem Wald, für die Rohstoffgewinnung durch Holz – und für den mehr denn je wichtigen Klimaschutz.“